
Vom Sichtbarwerden und Platzeinnehmen.
In meiner Vorstellung kommen wir alle als kunterbunte, facettenreichste Wildnis auf diese Welt.
Übersprudelnd vor vibrierender Lebendigkeit, voller Vielfalt, Farben, Formen und Gerüche.
In unserem inneren Garten treffen sich unsere Sehnsüchte, die wilde Lust aufs Leben, die Kreativität und der Mut, inmitten dieser Wildnis um aus vollstem Herzen die Liebe zu wagen.
Als Kinder sind wir mutig. Wir erforschen Schritt für Schritt die Welt da draußen, lernen zu fallen und wieder aufzustehen und ein mini kleiner Quadratzentimeter Wiese mit zwei Käfern, die sich treffen, ist für uns ein ganzes Universum. Erkunden, fühlen und staunen - mehr als das, gibt es kaum zu tun. Wie selbstverständlich bewegen wir unseren kleinen Körper durch die Gegend, keinen einzigen Gedanken daran verschwendend, wie wir wohl aussehen, wenn wir nackig, kopfüber mit rausgestrecktem Kugelbauch in der Erde wühlen. Mmh.. und wie schön fühlt sich bitte nasse Erde im Bauchnabel an?
Irgendwann… geht uns diese Wildnis verloren. Zu viel, zu laut, zu langsam, zu neugierig ist all das Wilde für die domestizierte Bumsstruktur. Wir lernen uns anzupassen. Packen Träume und Sehnsüchte in eine Schublade und optimieren was das Zeug hält - unseren Körper, unsere Seele und das Leben. Wir fangen an zu verstecken, was vermeintlich nicht gut genug ist, und plötzlich ist die vibrierende Wildnis erstickt von Erwartungen, Normschöngedöns und Schamgeschichten. Wir und die Wildnis - werden unsichtbar.


Ich selbst habe jahrelang Teile meines Körpers und meines wilden inneren Gartens versteckt - aus Angst vor Bewertung und ja, vielleicht auch aus Angst vor dieser sprudeligen Kraft und Zärtlichkeit, die in mir steckt?
Zum Glück war meine Sehnsucht nach Lebendigkeit und Echtheit lauter als meine Angst und so traf ich die wichtigste Entscheidung meines Lebens:
Ich will mich nicht mehr verstecken.
Nicht meine Hand, nicht meine Füße und auch nicht meine Leidenschaft und den neugierigen Forscherinnengeist mit den unzähligen Fragen.
Holy fucking YES! Abgefahren, was da plötzlich für eine Freiheit mit uns tanzt, wenn wir aufhören uns selbst klein zu machen und zu verstecken.
Heute ist genau das meine Arbeit. Ich öffne Räume für Begegnung. Mit dem Wilden und Zarten. Mit all dem, was lange zu wenig, oder zu viel war.
Als Fotografin und Prozessbegleiterin begleite ich Frauen dabei, wieder in Kontakt zu kommen mit ihrer Lebendigkeit und wirklich sichtbar zu werden mit ihrer Leidenschaft und den wilden Visionen.
Und weißt du, was ich glaube? Die Welt braucht uns sowas von sehr mit unserer ganzen feurigen Kraft und Sanftheit. Auf das wir uns herauswagen, dem wilden Garten wieder Liebe und Aufmerksamkeit schenken und uns hinaustrauen in die Wildnis mit all dem, was in uns kribbelt.
Lass uns gemeinsam wildes wagen.



Wahrscheinlich ahnst du es schon. Mein Weg zu dem, wie ich heute lebe, liebe und arbeite war nicht geradlinig. Schon immer sehe ich in Momenten, in denen Lebendigkeit, Begegnung und die Schönheit des Lebens in satten Farben miteinander tanzen, lebendige Gemälde. Geschichten von Mut, Liebe und wilden Wagnissen, die in Bildern erzählt werden wollen.
Ich habe eine Ausbildung zur Werbefotografin gemacht, hab den ganzen handwerklichen Schnack von der Pieke auf gelernt und von Architektur, über Food, Menschen und Mode ein wildes Spektrum an Verschiedenstem fotografiert.
Meine Arbeit war vielfältig und ich hab super viel gelernt in dieser Zeit. Von außen betrachtet funktionierte mein Leben ziemlich gut. Ich funktionierte ziemlich gut in diesem starren System aus Leistung und Druck, bis ich mehr und mehr spürte, dass ich mich in einem Hamsterrad bewege. Urghs ey. Wie eng, getrieben und gleichzeitig unlebendig man sich in so einem ollen Hamsterrad fühlt!

Seitdem begleite ich Frauen, die auf ihre ganz eigene Weise, ihrem wilden Leben folgen.
Für naturverbundene
Visionarinnen und wilde Herzen, die dieses Leben wirklich spüren und gestalten wollen.

Seit 2025 vertiefe ich meine Arbeit in der Ausbildung zur Prozessbegleiterin am Eschwege Institut und liebe es so sehr, neugierig weiter in die Tiefe zu forschen. Ich bin gespannt, welche Wege es noch zu entdecken gibt auf dieser wilden Reise und bin ziemlich sicher, dass sie noch einiges an Abenteuern bereit hält.
Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja auch irgendwann. Weil auch in dir etwas kribbelt? Und weil da ein kleiner wilder Garten ist, der schon viel zu lange auf Regen wartet. Oder weil du spürst, dass es sowas von Zeit ist, dich nicht mehr zu verstecken und mit deiner ganzen bunten Lebendigkeit sichtbar zu werden.
Ich freu mich darauf,
dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten.

